Klasse 7c des Kant-Gymnasiums hilft philippinischem Kind
Allen müsste bekannt sein, dass auf den Philippinen noch immer große Not und Verwüstung herrscht und auch in anderen Ländern ist Armut ein großes Problem. Damit dies nicht so bleibt, hat die Klasse 7c des Kant-Gymnasiums Boppard einen ersten Schritt getan und ein Patenkind von den Philippinen angenommen.
Das Mädchen namens Jerlyn Lindayaw ist zwölf Jahre alt und wurde in Cabcaban geboren, wo sie auch lebt und zur Schule geht. Die Entscheidung der Bopparder Schülerinnen und Schüler wurde durch die stellvertretende Klassenlehrerin Frau Dolata ausgelöst, als diese vor zwei Monaten in einer Geschichtsstunde auf die schlimme Lage auf den Philippinen aufmerksam machte. Außerdem fragte sie nach, ob nicht Interesse bestehe, ein Patenkind zu unterstützen. Schon eine Woche nach diesem guten Vorschlag wurde im Klassenrat der 7c der beinah einstimmige Beschluss gefasst, ein Patenkind bei der Kinder-Not-Hilfe zu beantragen. Nachdem Frau Dolata und der Klassenlehrer Herr Herz die Formalitäten erledigt hatten, brachten sie der Klasse Informationen zu dem Patenkind mit, die sie von der Kinder-Not-Hilfe erhalten hatten. Dadurch konnten die interessierten Schülerinnen und Schüler mehr über das Mädchen herausfinden, wie z.B. die Armut der insgesamt 6-köpfigen Familie. Auch erfuhren sie, dass die gesamte Familie in einem einfachen Haus mit nur einem Zimmer ohne Strom, Trinkwasser und Toilette leben muss.
Aus diesen Verhältnissen heraus möchte Jerlyn ihrer Familie helfen, indem sie sich in der Schule anstrengt, um später Krankenschwester werden zu können. Allerdings muss sie dafür jeden Tag eine weite Strecke auf sehr schlechten Straßen zurücklegen, obwohl sie auch zu Hause viel Arbeit zu erledigen hat.
Nach dieser traurigen Beschreibung des Lebens der jungen Philippinin erklärte sich die Klasse des Kant-Gymnasiums sofort bereit jeden Monat 31€ zu zahlen, um so das Umfeld von Jerlyn zu verbessern, wie z.B. ein Ausbau der Schule und der Straßen. Die Klasse 7c hat einen wichtigen Schritt getan und hofft darauf, dass noch mehr Leute Patenkinder in Krisengebieten wie den Philippinen unterstützen und so zu einer Verbesserung der dortigen Lage beitragen.
Silas König und Jannik Fischer