Erasmus + Job Shadowing

Erasmus + Job Shadowing Marianna Ceccanei und Matteo Stasi
Im Rahmen der Erasmus+ Akkreditierung unserer Schule fand vom 5. bis zum 10. September 2025 die erste Einzelmobilität unserer Austauschpartner vom Liceo Socrate in Rom statt. Der Begriff Job Shadowing bedeutet, dass man als Mitglied der Schulgemeinschaft die Gelegenheit hat, quasi wie ein Schatten mit Kollegen an einer Schule im europäischen Ausland für eine festgelegte Zeit mitzulaufen und den Unterricht zu beobachten.
Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, über bestimmte Aspekte des Schullebens ins Gespräch zu kommen und so voneinander zu lernen. Marianna Ceccanei, die am Liceo Socrate Englisch unterrichtet und Matteo Stasi, dessen Fächer Mathematik und Physik sind, konnten so als erste diese interessante Erfahrung bei uns am Kant-Gymnasium machen. Bereits am ersten Tag, an dem sie sich die Vernissage der Stufe Y ansahen, stellten sich im Gespräch mit Kollegen und Eltern einige Besonderheiten des italienischen Schulsystems heraus. So muss z.B. jeder italienische Lehrer neben seinen eigentlichen Unterrichtsfächern das Fach Citizenship unterrichten. Dieses Fach behandelt insbesondere sozialkundliche Inhalte, wie beispielsweise Rechte und Pflichten eines Bürgers, das Wahlsystem usw.
Ein weiterer großer Unterschied besteht darin, dass es in Italien in der Lehrerausbildung kein Referendariat gibt, was es für Berufsanfänger besonders schwierig macht. Am Montag konnten sich unsere italienischen Kollegen dann unserem Studientag anschließen. Dieses Jahr stand dieser unter dem Themenschwerpunkt „Der Westerwald als fächerübergreifendes Ziel für Unterricht am anderen Ort“. So war das Tongrubenmuseum in Siershahn und die nahegelegene Tongrube in Meudt insbesondere unter geographisch- naturwissenschaftlichen Aspekten interessant. Die Hochschule als Außenstelle der Universität Koblenz am Nachmittag konnte uns und unseren Gästen eindrücklich demonstrieren, dass hier nicht nur zahlreiche Studienmöglichkeiten für naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler geboten werden, sondern dass durch die welt- und europaweiten Beziehungen der Universität Fremdsprachenkenntnisse unverzichtbar sind.
Der Dienstagabend bot Frau Ceccanei und Herrn Stasi die Gelegenheit, sich einmal einen Elternabend in einer neunten Klasse anzusehen. Besonders beeindruckt waren beide von den Einzelvorstellungen der Fachlehrer, da es diese engen Verbindungen zwischen den Fachlehrern und den Eltern in Italien so nicht gibt.
Ein abwechslungsreicher Stundenplan am Mittwoch konnte zeigen, wie Lehrer in Deutschland unterrichten, welche Medien eingesetzt werden, wie sich die Schüler- Lehrerinteraktion im Unterricht gestaltet und auch welches außerunterrichtliche Angebot es in unserer Schule gibt. Gerade in der Erasmus+ AG konnten die beiden bereits die Schülerinnen und Schüler kennenlernen, die im Dezember nach Rom fahren werden. Den Abschluss des Job-Shadowings bildete eine ausführliche Gelegenheit zum Austausch und Gespräch und vor der Heimreise war sogar noch Zeit, kurz über den Bopparder Zwiebelmarkt zu gehen!
Ich möchte mich als Erasmus+ Koordinatorin zusammen mit meinem Team an dieser Stelle noch einmal ganz ganz herzlich beim ganzen Kollegium für die Hilfe und Unterstützung während dieser Tage bedanken! Und als kleiner Ausblick: unser Schulsozialarbeiter und ich werden vom 05.10. bis zum 11.10.25 den Gegenbesuch in Rom am Liceo Socrate ebenfalls im Rahmen eines Job- Shadowings antreten. Wir freuen uns schon sehr darauf! Also: Bericht und Fortsetzung folgt! Astrid Spanuth
Wir sind Erasmus+ - Schule!

Wir haben es geschafft! Seit diesem Jahr sind wir Erasmus+ - Schule.
Was bedeutet das? Wir (das sind Charlotte Herz, Florence Schlupkothen, Christina Oldenburg, Markus Jarosch, Andreas Rosenberger und Astrid Spanuth) haben uns in einem Team zusammengetan und haben einen langen, aufwändigen Antrag gestellt, mit dem wir die Gutachter überzeugt haben. Nun können wir bis 2027 bei der Europäische Union in regelmäßigen Abständen Fördermittel beantragen und können so einerseits die immer teurer werdenden Austausche nach Frankreich und Ungarn viel besser finanzieren, aber auch Dinge wie Job – Shadowings für Lehrerinnen und Lehrer.
Die zentrale und allem übergeordnete Idee bei Erasmus+ ist allerdings der so genannte Erasmus-Plan, der wichtige Ziele, wie beispielsweise mehr Nachhaltigkeit, Digitalisierung, interkulturelle Kompetenz usw. enthält. Um diese Ziele zu erreichen, sollen bei allen Austauschen, Job-Shadowings und anderen Begegnungen gemeinsame Projekte bearbeitet werden.
Wie geht es nun weiter? Da wir als Schule ja auch ein Interesse daran haben, uns stetig weiter zu entwickeln und weiter zu wachsen, möchten wir mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam herausfinden, mit welchen Schulen im europäischen Ausland wir noch Begegnungen und Projekte (zunächst im virtuellen Raum, aber mit dem Ziel, uns vielleicht auch einmal in der Realität treffen zu können) anstoßen können. So etwas braucht natürlich auch ein wenig Vorlauf. Deshalb möchten wir möglichst zeitnah für die Klassenstufen 7-10 eine Erasmus+ - Ag starten, in der wir dann weitere Begegnungen planen können. In der kommenden Woche werden wir euch das Erasmus+ - Konzept noch ein wenig näher erläutern und hoffen auf reges Interesse! Euer Erasmus+ - Team
Kant-Gymnasium begeht Europatag
Am Freitag, den 09.05.2025 stand das Kant-Gymnasium ganz im Zeichen des Europatages. Der Europatag wird alljährlich am 9. Mai für Frieden und Einheit in Europa begangen, anlässlich der „Schuman-Erklärung“ im Jahr 1950, die die Grundlage für die europäische Zusammenarbeit bildete. Der historische Vorschlag des französischen Außenministers Robert Schuman gilt als Geburtsstunde dessen, was wir heute die Europäische Union nennen. Im Jahr 2025 bietet der Europatag einen besonderen Anlass, da wir 75 Jahre Schuman-Erklärung feiern.
Für diesen Freitag hatten sich die Mitglieder der neu gegründeten Erasmus+-AG Italien als stellvertretendes Beispiel für ein Land der Europäischen Union ausgewählt. Zum Einen, da Italien zu den damaligen Gründungsmitgliedern der heutigen EU gehörte und zum Anderen, da die AG gerade erste Kontakte zu einer weiterführenden Schule in Rom geknüpft hat.
Im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler sich dazu mit der Frage auseinandergesetzt: Ist Italien eigentlich nur Pizza, Pasta und Strand, oder gibt es da noch mehr? Bei der Recherche trugen die Schülerinnen und Schüler interessante Ergebnisse zusammen, z.B. warum der schiefe Turm von Pisa eigentlich schief ist, berühmte italienische Künstlerpersönlichkeiten, welche besonderen Feiertage es in Italien gibt und auch welcher italienische Hit es bis in den ESC auf Platz 7 geschafft hat.
Alle Ergebnisse wurden in einer aufwendigen Präsentation mit einem anschließenden Kahoot-Quiz dokumentiert und bei circa zwanzigminütigen Kurzbesuchen den Klassen 5 bis 8 vorgestellt und weiteren interessierten Schülern während der beiden großen Pausen. Die AG freute sich sehr über die rege Teilnahme und das positive Feedback.
Wir hoffen sehr, dass wir im nächsten Jahr am Europatag wieder ein europäisches Land vorstellen können. Welches würde euch interessieren? Über Anregungen und Ideen freuen wir uns immer!